Two new kids on the blog

Ein Gastbeitrag von Sylvie und Sara (unzensiert!!!)

Nach zwei eindrucksvollen Tagen in Bogota sind wir pünktlich in Quito gelandet. Im Gepäck bestes „Western – Fahrradequipment, dass Jens und noch zwei weitere Radler vor unserer Abreise fleißig bestellt hatten. Danke an Sylvies Nachbarn, die in einer Woche sieben Päckchen entgegen genommen hatten. Die Freude war groß, uns nach so langer Zeit wiederzusehen.

Zunächst gingen wir davon aus, dass Jens uns in ein Hostal nach Quito bringen würde, aber Jens quartierte uns überraschenderweise in ein Zimmer im Casa de Ciclista in Tumbaco, einem Vorort von Quito ein. Das Casa de Ciclista gehört Santiago und seiner Frau. Panamericana Radler können hier kostenlos übernachten und in fachkundiger Geselligkeit ihre Räder wieder in Schuss bringen, überschüssiges Gepäck deponieren und eintauschen. Einige sind auch leider gezwungen, dort auf die Lieferung von Ersatzteilen zu warten. Das Warten wird jedoch durch Santiagos Gastfreundschaft und die übrigen netten Leute zu einem überaus angenehmen Zwangsaufenthalt. Jens hatte diese Gastfreundschaft schon zweieinhalb Wochen genossen! Wir sind im Nebenhaus bei Santiagos Schwestern untergekommen, die luxuriösere Variante mit frisch gemachtem Bett und fließend warmen Wasser- Radler müssen kalt duschen und ihr eigenes Schlafzeug mitbringen, aber dafür für Umme. Nach einer leichten Verzögerung von zwei Tagen kamen wir unversehrt in Quito an. Der Kameraladen und das vegetarische Restaurant der Hare Krishnas haben es Jens besonders angetan, uns mehr das Centro Historico. Quito ist die am zweithöchsten gelegene Hauptstadt der Welt mit verdammt dünner Luft. Die ersten Tage hat man das ganz schön gemerkt. Die Stadt hat uns sehr gefallen!

Weiter ging es nach Cuenca. Wider Erwarten dauerte die Nachtbusfahrt statt der genannten 10-12 Std nur 8 Std., so wurden wir morgens um 4 Uhr aus dem Bus an der Bushaltestelle bei eisiger Kälte und umgeben von zwielichten Gestalten geschmissen. Per Taxi ging es auf Empfehlung des Fahrers ins Casa Sol, wo uns Louis, der Besitzer, in ausgeleierter Unterhose Einlass gewährte. Ein ähnliches Unterhosenmodell fanden wir dann später (wir hoffen frisch gewaschen) im Bad über dem Duschkopf. Ein paar Stunden Schlaf später hat uns Louis erst mal das beste Frühstück gezaubert und die Welt sah schon besser aus. Wir haben uns dann doch entschieden, auf Komfort zu verzichten, nicht die Bleibe zu wechseln und dort zu bleiben. Die Unterhose war inzwischen weg, die fette Spinne im Bad, lauwarmes Wasser, der ständige Fehlbestand von Toilettenpapier hat uns auch nicht mehr gestört. Das Casa Sol ist etwas in die Jahre gekommen, die Decken weisen krasse Löcher auf. Zum Glück hat es in Cuenca nicht geregnet. Pfützen in dem Haus hätten uns nicht gewundert. Dafür ist Louis ein Herz von Mensch. Er hat uns mit Karten versorgt und sich sehr liebevoll um uns gekümmert. Ansonsten ist Cuenca neben Quito die bedeutendste Kolonialstadt in Ecuador. Nach eineinhalb Wochen Kühle, sehnten wir uns dann doch nach Wärme und endlich unsere Zwiebelschichten von Kleidung abzulegen. Wir freuten uns auf die Küste. Zuerst ging es nach Montanita, dem Place to be für Surfer, jonglierende Hippies, Schmuckverkäufer und Hörgeschädigte. Abends wird eine kleine Straße zur Bar-Meile aufgebaut. Jeder Stand hat natürlich auch seine eigene Musik von Salsa bis Techno und dort gilt es, je lauter desto besser. Nach einem köstlichen frischen Maracuja-Wodka mussten wir mit Hörsturz und Kratzehals vom Brüllen die Krawallstraße verlassen. Montanita gilt in Ecuador als Surfmekka, allerdings sahen wir nur wenige Surfer und die Surfbedingungen schienen wohl nicht besonders gut zu der Zeit. Uns wurden auch Surflessons für USD 10 offeriert.

Nach zwei Nächten ging es weiter nach Puerto Lopez, um von dort die Isla de la Plata zu besichtigen. Puerto Lopez entpuppte sich ebenfalls als baufälliger, unschöner Ort und wir hatten das Vergnügen am Wochenende anzukommen und an der Catwalkmeile zu wohnen. Am anderen Tag freuten wir uns auf den Bootstrip auf die Isla. Einer unserer Guides war der hübsche Riccardo, ein echtes Schätzchen, wie wir uns alle einig waren. Die Bootsfahrt fing erst entspannt an, wurde dann aber zu einer einstündigen Schaukelfahrt mit kalter Dusche. Die Isla de la Plata gilt als ein Abbild der Galapagosinseln. Bei einem Spaziergang über die Insel haben wir die dort sowohl heimische Vögel Blaufusstölpel, Schwärme von Fregattvögel und Weisskopfgeier gesehen, als auch die Flora und Flora bestaunen können. Auf dem Programm stand dann noch Wasserschildkrötensichten und Schnorcheln und natürlich die schreckliche Rückfahrt, bei der wir nur mit Mühe auf unseren Plätzen sitzen konnten und jede Minute zählten.

Dann ging es wieder weiter nach Canoa, ein ruhiger entspannter Ort am Meer mit tollem Strand und netten Menschen und ohne Nightlife. Beim Einkaufen wird man mit Amore und Mi Corazon angesprochen- so soll es sein ;-) Von Canoa aus starteten wir noch einen Ausflug in den ca. 20 km entfernten Ort Bahia de Carraquez. Bahai de Carraquez gilt als der sauberste Ort von ganz Ecuador und hat angeblich die beste Lage des Landes. Gespannt machten wir uns eines Morgens auf dem Weg. Eigentlich hatten wir vor, den Bus für einen Dollarito zu nehmen, der für die Strecke ca. eine Stunde benötigt. Nach zehn Minuten Warten in der Sonne verloren wir aber die Geduld und versuchten zu trampen und siehe da, der erste Wagen hielt sofort an. Wir drei stiegen auf die Rückbank und Sylvie musste feststellen, dass sich eine Machete in ihrem Rücken befand. Völlig ungerührt und entspannt hat sie diese erst mal in den Kofferraum geschmissen. Der Fahrer sprach erfreulicherweise englisch und erzählte uns vom ansteigenden Bauboom und internationalen Investitionen und Häuserkauf hier in der Gegend. Bahia de Carraquez entpuppte sich dann dochwenn auch tatsächlich sauberer als sämtliche anderen Orte Ecuadorsals nicht sonderlich interessant für uns.

Nach vier Tagen ist das süße Nichtstun leider auch vorbei und wir müssen Abschied nehmen, denn der Urlaub nähert sich den Ende und wir fahren mit dem Bus zurück nach Quito. Das heißt früh aufstehen und hoffen, dass alles klappt, um dann den letzten Abend mit Jensi zu verbringen und Adios zu sagen. Die achtstündige Rückfahrt nach Quito empfanden wir dann als überraschend angenehm. Wir kamen in den Genuss eines spannenden Films und die Landschaft war überaus beeindruckend. Die Busfahrt ging von der Küste langsam in die Anden und wir durchquerten Regenwälder von ungeheurem Ausmaß.

Wir nehmen den Flieger am nächsten Morgen von Quito nach Bogota. Dort haben wir noch sieben Stunden Aufenthalt vor unserem Rückflug nach Frankfurt, den wir uns mit einem Besuch in der Mall und ausgiebigem Shoppen versüßen. Schön war’s, nur wie immer ging die Zeit viel zu schnell rum.

Während unserer Zeit mit Jens haben wir auch seine neue Familie kennen lernen dürfen, die er hegt und pflegt und natürlich auch beschäftigt. Die Familie kommt aus Springfield. The Simsons und ist ein virtuelles Spiel und zieht Jens täglich in den Bann. Wir sind sicher, er erreicht bald den Highscore…

Adios Bart, Homer, Meggie, Lisa, Tingeltangel Bob, Krusty und Jensi hasta otra!

Sara und Sylvie

2 الأفكار حول "Two new kids on the blog

  1. auch ichhabe mich sehr gefreut über den schöne n Artikel
    von Sylvie und Freundin, habe ihn gleich e ntdeckt und schon einige Male
    gelesen also vielen Da nk, viele Grüsse Wilma u nd weiter
    alles Gute

  2. schön von euch zu lesen. es ist fast so als wäre man ein stückchen dabei gewesen :)!

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