Fuck the Paradise

Cycle Big Sur. Big Sur is da bomb – it’s just the bomb – that’s all to say!

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Und nun auf Deutsch: Seitdem ich SF verlassen habe habe ich absolutes Traumwetter. Big Sur ist nicht zu Unrecht der schönste Küstenabschnitt in ganz Nordamerika. Highway 1 schlängelt sich dezent an der Küste entlang und man bewegt sich auf meist zwischen 20 和 230 Höhenmetern und hinter jeder Kurve hat man ein Postkartenpanorama und so komme ich vor lauter Staunen nur sehr langsam vorwärts.

Vom Meer bellen Seehunde und Seeotter, Wale lassen sich manchmal sehen und blasen eine Fontäne – man muss nur etwas geduldig sein, um sie zu entdecken. Ich habe, neben unzähligen anderen Tieren den California Condor, einen sehr seltenen Vogel, gesehen.

Es wird jeden Tag einen Hauch wärmer und vom Meer bläst eine angenehm erfrischende Brise, so dass es nicht zu heiß ist. Ich fahre mit Pete, den ich in Monterey im Hostel kennengelernt habe, und wir kommen nicht vorwärts – aber es ist egal.

Wir zelten am Meer und 20 Meter tiefer donnert die Brandung mit einer Urgewalt an die Küste. Ich koche was leckeres und vier Waschbären lungern im Dunkeln in der Nähe herum und warten auf eine günstige Gelegenheit. Ich sage: „Kollegen, passt bloß auf – ich warne euch – ich habe Bärenspray“ und verscheuche sie.

Gestern habe ich hunderte Seeelefanten gesehen, die gerade ihre Jungen bekommen. Sie machen witzige Geräusche und liegen eng zusammengepfercht am Strand. Ich fahre in den Sonnenuntergang und die Landschaft wird langsam flacher. Ein Leuchtturm liegt idyllisch zu meiner rechten, …

Ich frage mich, ob man sich an sich an der Schönheit der Natur sattsehen kann (nein, kann man nicht) und denke an Leute, die ihr Leben vor der Glotze verbringen oder anderweitig verschwenden.

Die Natur hat eine gewaltige Kraft und gibt unendlich viel Inspiration und Energie.

Ich bin wieder 95 % fit und die letzten Tage waren einfach perfekt.