Sauerstoffmangel am Popocatépetl und eine neue Allianz

Raus aus Mexico City aber wie?

Mein Warmshowers Gastgeber Everardo hat mir empfohlen südöstlich über den Paso de Cortés nach 普埃布拉 zu fahren. Cortés hat im 16. Jahrhundert die Route zwischen den zwei Vulkanen IztaccíhuatlPopocatépetl gewählt, um nach Tenochtitlándas heutige Mexico City- zu kommen.

Der Popocatépetl befindet sich in ca. 70 km Entfernung von Mexiko-Stadt. Er ist der zweithöchste Vulkan Nordamerikas sowie der zweithöchste Berg Mexikos.

Nach einer Nacht in Amecameca, was auf ca. 2400 m Höhe liegt machte ich mich mittags an den 26 km langen Aufstieg zu dem Pass. Es war anfangs leicht regnerisch, bewölkt und wurde mit mit zunehmender Höhe immer kühler. Die kaum befahrene Straße schraubte sich in reizvoller Landschaft immer höher und ab 3000 Meter musste ich immer öfter Pausen einlegen, da nicht die Steigung, sondern der fehlende Sauerstoff das Atmen zunehmend schwerer machte. Zudem stellte sich ein leichter Kopfschmerz ein.

Paso de CortesMit letzter Energie erreichte ich abends den Pass auf 3700 m Höhe und konnte dort im Besucherzentrum übernachten. So hoch war ich auf der Erde bisher nie gewesen.

Leider hatte ich dort eine ziemlich beschissenene Nacht, da ständig irgendwelche Schwachmaten an die Tür klopften und zudem das Funkgerät der Bergrettung, was im gleichen Saal wie ich war, mich mit voller Lautstärke und irgendwelchen Funkmeldungen aus dem Schlaf riss.

Allem Unheil folgt jedoch immer wieder ein positives Ereignis und so traf ich ein paar nette Mountainbiker, die mich in Cholula zur Übernachtung einluden. (Muchas gracias Cornelius y Miguel 1+2)

Nach einem Kaffee, Frühstück und langem Überlegen konnte ich mich trotz meines desolaten Zustandes überwinden ohne Gepäck weitere 8 km auf einem unbefestigten Weg hochzuquälen. Der Weg brachte mich auf fast 4000 m nach La Joya. Blick auf den Iztaccíhuatl Von dort kann man den Iztaccíhuatl besteigen, der Popocatépetl ist wegen vulkanischer Aktivität gesperrt. Lohn für die Schinderei waren atmemberaubende Aussichten und eine faszinierende Natur. Die Wolken rissen immer mal wieder auf und geben einen Blick auf die beiden Vulkane frei.

Deutsch-Englische Allianz

Nach ein paar wunderschönen Tagen in Cholula普埃布拉, wo es für mich das bisher beste Essen in Mexico und natürlich wieder ein umwerfendes historisches Zentrum gab, fahre ich ab 普埃布拉 zu zweit.

In 普埃布拉 habe ich Nathan (Velofreedom), mit dem ich zuletzt in Kanada gefahren bin, getroffen. Wir wollen zusammen nach 瓦哈卡 und dann nach 恰帕斯州 fahren. Dann trennen unsere Wege sich wieder, da er nach Yukatan und ich nach 危地马拉 möchte. Aber mal sehen bis Patagonien ist es noch weit und vielleicht treffen wir uns wieder?

Die letzten zwei Radtage waren angenehm, da es etwas kühler ist und wir trotz Wolken zumindest beim Radfahren außer ein paar Tropfen trocken geblieben sind.

Das war das Wort zum Sonntag aus Tehuacán!

2 thoughts on “Sauerstoffmangel am Popocatépetl und eine neue Allianz

  1. Valla, si que ha sido un largo, duro y disfrutado recorrido, pero la recompensa será muy grata,,,suerte a los dos viajeros

  2. Also wenn ich bedenke, wieviele Fotos Du jetzt schon geschossen haben musst, dann kommen wir am besten mit einem Schlafsack und Frühstück zu Dir, wennDu wieder da bist, um ALLE Bilder anzusehen….. Freuen uns RIESIG auf das fette Fotoalbum!!
    LG

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