Adios Guatemala – Bienvenidos El Salvador

Insgesamt habe ich ca. drei Monate in Guatemala verbracht, weit länger als gedacht. Ein wunderschönes Land voller Gegensätze. Freundliche Leute, reiche Traditionen aber so viele Besoffene die auf der Straße liegen, habe ich bisher nirgends gesehen. Ich hatte eine gute Zeit hier, eine tolle Gastfamilie in Xela, habe einiges an Spanisch und viel über die Geschichte sowie die gesellschaftliche Situation gelernt.

Obwohl ich mich niemals bedroht fühlte, war es jedoch an vielen Orten ein leicht beklemmendes Gefühl. Haufenweise bewaffnete Security Leute, sogar vor Cafés und häufig vergitterte Läden sind ein Ausdruck der desolaten Lage im Land.

Ein rechtsgerichteter General, der mutmaßlich an Verbrechen gegen die Menschlichkeit verwickelt war, ist neuer Präsident. Er will für mehr Sicherheit sorgen und sogleich die Steuern, die auf dem niedrigsten Niveau von Central-Amerika sind, senken.

Wie er das machen will, dafür gibt es kein Konzept.

Ich wünsche dem Land eine stabile demokratische Zukunft und die Veränderungen die dazu nötig sinddas Land und die Leute haben es verdient.

El Salvador

Den Lago de Atitlan verließ ich südlich in Richtung Küste. Die steilen Berge habe ich jetzt erstmal hinter mir, anstelle Kaffeepflanzen dominiert hier unten das Zuckerrohr, welches von riesigen Trucks abtransportiert wird. Okumaya devam

Mein Besuch bei Maximón

Wer in Santiago de Atitlan ist, sollte unbedingt Maximón einen Besuch abstatten. Da er nicht so einfach zu finden ist, lässt man sich am besten hinbringen. Für 10 Quetzales (gibi. 1€) fand ich eine alte Frau die mich zu seinem Haus führte. Sie legte ein dermaßen hohes Tempo vor, dass ich Mühe hatte ihr zu folgen. O ca. 10 Minuten erreichte wir das Reich von Maximón. Ich gab der Frau 8 Q, da ich kein anderes Geld klein hatte. Morgen bekommt sie noch 2 Q – ich schwör!

Aus Maximóns Haus kommen dichte Rauchschwaden. Okumaya devam

Bum-Bum Neujahr

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Içinde San Pedro de la Laguna letzte Nacht erfolgreich ins neue Jahr gekracht.

Nachdem ich eine Auswahl von ca. 600 Fotos sortiert, ausgewählt, bearbeitet, beschriftet, gezipt, hochgeladen etc. habe, gibt es diese nun unter Resimleri zu bestaunen (nur die Thumbnails gehen noch nicht- warum auch immer)

Am besten gefällt mir die Ansicht mit PicLens – Hoşlanmak

Die erste große Panne, einsames Weihnachten und eine Odysee auf der Suche nach einem Ersatzteil

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Ja dumm gelaufen. Nach einem strammen ersten Tag hat sich meine Hinterradnabe auf der Abfahrt zum Lago de Atitlan verabschiedet und meine Pläne Weihnachten mit Sylvie und Hanno in El Salvador zu feiern sind geplatzt.
Nach ewigem Packen war mein ganzer Krempel wieder in allen Taschen verstaut. Schon erstaunlich, was so alles in die Radtaschen passt.
Nach so langer Pause fehlt mir die Routine entsprechend spät bin ich gestartet und erstmal ging es eine ganze Weile nur bergauf. Raus aus der Stadt, den Verkehr und die schlechte Luft hinter mir gelassen. Am Straßenrand der CA 1 winkten viele Kinder, einige fragten nach Geld oder Süßigkeiten. Pure Freundlichkeit, Zeitvertreib oder bittere Armmut und Verzweiflung?
Leider liegt oft auch sehr viel Müll am Straßenrand oder wird den Abhang hinuntergeworfen, die Landschaft wäre sonst zu perfekt. Okumaya devam

Weiter geht´s

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Nach vier Monaten ohne nennenswertes Training geht es morgen gleich zur Sache und auf 3000 Meter hoch. Deshalb passt der Gesichtsausdruck des Graffito zu meiner morgigen Etappe und dem Respekt, den ich heute habe.

Er könnte aber beschreiben, wie ich mich am Tag nach meinem Geburtstag gefühlt habe. Vielen Dank hiermit an alle für die Glückwünsche.

Seit kurzem bin ich zurück in Xela, was fast ein bisschen meine Heimat geworden ist. An meinem Geburtstag hat mich meine Gastfamilie zum Essen eingeladen und abends war ich noch etwas im Nachtleben von Xela unterwegs….

Ich habe 6 Wochen Spanisch-Einzelunterricht hinter mir, bin aber noch weit davon entfernt fließend zu sprechen. Gewöhnt habe ich mich an die regelmäßigen Stromausfälle – manchmal fällt der Strom für 5 Minuten aus, manchmal für Stunden. Nicht so richtig habe ich mich an die schwarzen Rußwolken, die die alten amerikanischen Schulbusse, die hier als normale Busse genutzt werden (und Chicken Busses genannt werden) und natürlich die vielen uralten Autos heraus blasen.

Auf jeden Fall freue ich mich ab morgen wieder etwas jenseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs zu sein und auch nicht mehr mit Bussen herumfahren zu müssen.

Mein Support-Team (Sylvie und Hanno) hat mir ein paar schöne neue Dinge aus Deutschland mitgebracht. Ein Teil meiner Ausrüstung zeigt deutliche Verschleißspuren und musste ersetzt werden. Manche Ausrüstungsgegenstände haben sich bewährt, von anderen Sachen hätte ich etwas mehr erwartet.

Mit neuen Radschuhen geht es morgen von Xela aus über den Ort Alaska (ja der heißt so) und Nahuala zum Lago de Atitlan nach San Pedro und dann an der Südseite des Sees entlang hinunter zur Küste und bis El Salvador in die Hitze, wo ich an Weihnachten sein will und Sylvie und Hanno vielleicht mit Weihnachtsgeschenken warten?

Allen Lesern wünsche schöne Feiertage und einen guten Rutsch.

EsperarWarten

Die Lage im Land sieht schlecht ausund nicht nur in Guatemala sondern auch in anderen Ländern Zentralamerikas herrscht das Chaos. Heute wurde die Vuelta Ciclística a Guatemala, das bekannteste Radrennen in Zentralamerika abgesagt. Immer neue Erdrutsche machen Land und den Leuten zu schaffen.

Über 100 Tote in Guatemala, viele Verletzte, Zehntausende sind evakuiert worden. Viele Länder in Zentralamerika haben für Teile ihrer Länder den Notstand ausgerufen.

Also bleibe ich lieber noch etwas in Xela und langweile mich mehr oder weniger.

Hier ein Video von einem Erdrutsch in der Nähe von Guatemala Stadt:

152 reported killed in Guatemala, 16 in Honduras and nine in El Salvador.
One-hundred people are missing in Guatemala and another 87 are injured, the nation’s emergency agency reported Tuesday. In addition, nearly 125,000 people have been evacuated and 74,000 are living in shelter

Nichts geht mehr

Nach heftigen Regenfällen sieht es hier gerade so aus:

mas Xela-1

Nachdem ich immer noch in Xela bin und eine Viruserkrankung mich letzte Woche davon abhielt, weiterzufahren, verzögern heftige Regenfälle meine Weiterreise.

Hier ist ziemliches Chaos und etliche Straßen sind gesperrt, Erdrutsche, Felsstürze, etc. Ich muss jetzt noch abwarten und eigentlich ist es gut noch in Xela zu sein.

Ich wohne noch bei meiner „Familie“ und mal sehen, wann es weitergeht.

Dafür gibt es rückwirkend noch zwei weitere ArtikelViel Spass beim Lesen

Nachdem ich immer noch in Xela bin und eine Viruserkrankung mich letzte Woche davon abhielt, weiterzufahren, verzögern heftige Regenfälle meine Weiterreise. Hier ist ziemliches Chaos und etliche Straßen sind gesperrt, Erdrutsche, Felsstürze, etc. Ich muss jetzt noch abwarten und eigentlich ist es gut noch in Xela zu sein. Ich wohne noch bei meiner „Familie“ und mal sehen, wann es weitergeht.

Sonnenaufgang vom Gipfel des Vulkans

Eine Vulkanbesteigung gehört natürlich zu den Dingen, die man in Guatemala unbedingt gemacht haben muss.
Mit ca. 18 Personen von unserer Schule sind wir Samstag morgens um 5:30 Uhr mit dem Bus in Xela losgefahren. Nach drei Stunden Fahrt erreichten wir ein kleines Dorf, von wo aus wir den Aufstieg auf ca. 3000 m Höhe begannen. Tajumulco-1Die Luft wurde immer dünner, der Aufstieg -obwohl es nicht sehr steil warimmer anstrengender. Okumaya devam

Wahlen und Lebensgefahr auf der Feria

Auf dem Boden der Tatsachen

Die Wahlen sind, wie erwartet, zugunsten der Partido Patriota ausgegangen, die die meisten Stimmen erzielte. Da aber keine Partei die absolute Mehrheit erreichte, gibt es im November Stichwahlen zwischen zwei ultrarechten Parteien. Guatemala hat die Wahl zwischen Pest und Cholera. Starke Worte, einfache Rezepte und Härte soll helfen die desolate Lage im Land zu ändern – oder nur die eigenen Interessen zu stärken?

Zum Ablenken von der traurigen Realität kann man z.B auf die Feria gehen.

La Feria und das furchterregendste Riesenrad (der Welt?)

Kulturelles Highlights für viele Bürger in Xela/Quetzaltenango ist der Besuch der Feria, welche einmal im Jahrzeitgleich mit dem Unabhängigkeitstag – gefeiert wird. Wir haben der Feria zu dritt einen kleinen Besuch erstattet.Feria Es schon beeindruckend, wenn die Mehrzahl der Besucher am Autoscooter Mayatrachten trägt. Auch beeindruckend sind die Karusselle und noch beeindruckender deren Montage und der teilweise katastrophale Zustand. Okumaya devam

Guatemala – ¿A dónde vas?

Zwei Wochen an einem Ort: Bewegungsmangel, drei Wochen Spanisch-Unterricht, Leben in einer Familie, viel Regen, Wahlen und bittere Realität in einem gebeutelten Land.

Die ersten Wochen gingen schnell vorüber, aber ich freue mich schon bald wieder mit dem Rad unterwegs zu sein. Meine erste Gastfamilie habe ich bereits nach einem Tag verlassen und konnte am zweiten Tag problemlos zu meiner jetzigen Familie wechseln. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Es waren weniger die Kakerlaken, die mich störten, das etwas magere Essen mit Wasser gereicht oder der Alte, der sich morgens im Bad neben meinem Zimmer sich seines zähflüssigen, nikotindurchsetzen Schleimes in minutenlangen Rotzorgien zu entledigen versuchte. Hayır, es war die Summe aller Dinge mit dem Gefühl, Okumaya devam