Nach eine schweren Bergetappe in der Welt der Maya

Die nächste Etappe ist immer die schwerste. Nicht immer, aber das trifft auf jeden Fall auf die Strecke von Tuxtla Guitiérrez nach San Cristóbal de las Casas zu.

Die ersten 20 km geht es noch gemächlich zu, aber dann geht es in den Berg, 50 km nur bergauf. Chiapas-10Ab 1000 m weht dann aber ab und zu wieder ein Hauch von einem kühlen Lüftchen und je höher, desto kühler wir es. Für ein paar Meter Schatten fahre ich auch auf der Gegenfahrbahn, egal es ist warm – sehr warm. Von den Kilometern komme ich kaum voran, mein Höhenmesser motiviert mich und ich stecke mir 200 Meter Etappen. Ich will es bis San Cristóbal schaffen und Продолжить чтение

Winde in Orkanstärke und erster Speichenbruch

In Juchitán gab es dann doch nichts weiter zu entdecken, außer dass es genauso warm war wie am Vortag. Mein nächstes Ziel war San Cristóbal in den Bergen von Chiapas und ich wollte es möglichst schnell erreichen und ein paar lange Etappen einlegen.
Zunächst ging es am Isthmus auf der Panamericana relativ flach durch riesige Felder mit Windkraftanlagen dahinIsthmus of Tehuantepec. Dafür pfeifte der Wind hier teilweise in Orkanstärke, dass es mich einmal fast vom Rad gefegt hat und ich anhalten musste. Auch das Öffnen der Lenkertasche war hier eine Herausforderung. Etwas hungrig und lechzend nach einem kalten Getränk (Cola!!!) legte ich nach 50 km eine Pause ein und als ich mein Rad abstellte machte es „Zong“ und gleichzeitig „Pffft“mein erster Speichenriss (trotz 2,3 – 2 mm Strong-Speichen) bei Kilometer 11.101 und gleichzeitig ein Platter am Hinterrad. Na super!

Zum Glück Продолжить чтение

Schweiß, Sonnencreme und Mückenschutz

ist meine Nachtlotion, wenn ich zelte. Nicht wirklich angenehm, aber nach einem ganzen Tag auf dem Sattel bist du einfach zu platt und freust dich nur auf den Schlaf. Die Gebirgslandschaft von Oaxaca (landschaftlich eine meiner Favoriten in Mexiko) war einfach wunderbar und die letzen Tage, trotz Hitze, ein Genuss.

Oaxaca-50Viele Schmetterlinge begleiten mich seit kurzem, kleine Echsen sind an der Straße zu sehen, die Vögel klingen anders und das Klima ist endgültig tropisch – heiß und feucht. Leider bin ich seit Oaxaca (Stadt) wieder alleine unterwegs, da Nathan zum Farmer geworden ist und für kurze Zeit auf einem Biobauernhof (Tierra del Sol) bleibt. Habe dort eine Nacht verbracht und ich hätte mir auch vorstellen können dort eine Weile zu bleiben, aber mein Visum läuft bald ab und ich muss noch ein paar Kilometer bis zur Grenze nach Guatemala zurücklegen.

Ich befinde mich geographisch gesehen seit gestern in Mittelamerika und auf Meeresniveau. Ich habe ein paar km abgespult und bin in Juchitán, am Isthmus von Mexico, der schmalsten Stelle zwischen Golf von Mexico und Pazifik. От Juchitán hätte ich etwas mehr erwartet, ich bin durch die vielen prächtigen Kolonialstädte verwöhnt. Trotzdem lege ich heute mal einen Ruhetag ein – vielleicht gibt es hier doch noch was zu entdecken?

Das Fernsehen und grüne Landschaften in Oaxaca

Amy Winehouse ist tot – ich werde berühmt.

Mein Jubiläum verlief etwas anders als gedacht. Alles gepackt und bereit Tehuacán zu verlassen, wollte ich meine Radbrille aufsetzen und musste feststellen, dass sie nicht da war. Ich musste sie am letzen Abend wahrscheinlich im Restaurant liegen gelassen haben. Продолжить чтение

Sauerstoffmangel am Popocatépetl und eine neue Allianz

Raus aus Mexico City aber wie?

Mein Warmshowers Gastgeber Everardo hat mir empfohlen südöstlich über den Paso de Cortés nach Пуэбла zu fahren. Cortés hat im 16. Jahrhundert die Route zwischen den zwei Vulkanen Iztaccíhuatl и Popocatépetl gewählt, um nach Tenochtitlándas heutige Mexico City- zu kommen.

Der Popocatépetl befindet sich in ca. 70 km Entfernung von Mexiko-Stadt. Er ist der zweithöchste Vulkan Nordamerikas sowie der zweithöchste Berg Mexikos. Продолжить чтение

Feuchtgebiete – Es wird nass

Nicht die feuchten Küsse der Blogleser lassen mich nass werden, sondern die Regenzeit hat begonnen und bringt zumindest im Hochland Abkühlung und meist regelmäßige Regengüsse.

Was gab es neues in der letzten Zeit?

Im ebenfalls traumhaften Queretaro habe ich die erste Critical Mass (Saca de Bici) gesehen, leider war mein Rad im Hostel.DSC05402

Nach Queretaro überschritt ich endlich die 10.000 km Marke Продолжить чтение

Tod in Guanajuato

Nicht dass ich im Kugelhagel der Narcotraficantes umgekommen bin, nein sonst könnte ich den Artikel nicht schreiben, ich bin im Mumienmuseum in ГуанахуатоMumie приземлился. Die Mexikaner haben ja ein besonderes Verhältnis zum Tod und die Mumien, die hier ausgestellt sind, wurden im 19 Jh. ausgegraben, als der Friedhof erweitert wurde. Etwas schräg, wenn man hier durchläuft, Wasserleichen, Kinder (Angelitos), lebend Beerdigte sind ausgestellt. Продолжить чтение

Schlaflose Nächte II vs. La Feria

Neben einigen angenehmen Seiten die eine Unterkunft im Hostel mit sich bringen, gibt es auch handfeste Nachteile, vor allem wenn man in einer Gemeinschaftsunterkunft schläft.

Eines Nachts kam ein offensichtlich angesoffenes Pärchen um 2:30 nachts in das Dorm und kletterte in das Etagenbett über mir. Na super! Ich wurde natürlich wach und war dann entsprechend schlechtgelaunt, da es wohl klar war, was die beiden vorhatten. Продолжить чтение

Zacatecas

Nachdem ich die Semana Santa, Semana Santa Umzugeinen der höchsten Feiertage der Katholiken in mehreren Städten erleben konnte, hat mich irgendetwas im wunderschönen Zacatecas festgehalten.

Zacatecas liegt auf knapp 2500 m Höhe im gleichnamigen Bundesstaat und ist eine von vielen alten Kolonialstädten und nicht umsonst UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist die bisher schönste Stadt in Mexiko und wahrscheinlich die schönste Stadt meiner Reise bisher – wenn ich das vergleichen kann.

Ich habe hier nette Leute kennengelernt, es gibt ein gutes vegetarisches Restaurant, ein zentral gelegenes Hostel direkt hinter dem Dom mit einer phänomenalen Dachterasse. Hier läuft gerade ein vierwöchiges Kulturfest mit vielen Veranstaltungen, es gibt Karaokebars, wo man sein frisch gelerntes Spanisch vor 99 % mexikanischem Publikum zum besten geben kann (La Vida Loca und Guantanamera) oder auch Rasputin von Boney M, was dann zur erheblichen Steigerung der Stimmung führte.

Seit mehreren Tagen nehme ich, für mehrere Stunden täglich, Spanisch-Einzelunterricht, um mich neben dem Notwendigsten des täglichen Lebens auch unterhalten zu können. Mit Englisch kommt man oft nicht weit, viele Mexikaner sprechen kein Englisch, aber das ist ein Anreiz es unbedingt zu lernen.

In Zacatecas kann neben der Seele auch die Waden baumeln lassen.