Adios Bogotá

Großstadteindrücke, ein Kurzzeitteam, Straßenblockade

Im Nachhinein kann ich nicht sagen, ob ich Bogotá mag oder nicht. Es gibt dort schon einiges zu tun und zu sehen, aber zum Leben gibt es schönere Orte. Wie den meisten Großstädten muss man natürlich aufpassen, wo man hinläuft, die Luft ist schlecht, der Verkehr unerträglich, es gibt viel Armmut, etc. Eine Weile wohnte ich bei meinen Freunden und dann im Hostel Bakano in der Candelaria. Auf der Straße sind immer die gleichen Bettler, die Frau mit den Elefantenbeinen, der Mann, der fast keine Arme und Beine hat und mitten auf dem Weg sitzt. Es ist teilweise schon ziemlich krass wie manche ihre Behinderung zur Schau stellen, aber wahrscheinlich eine Überlebensstrategie.

Vor meiner Abreise gab ich noch eine Diashow im Instituto Colombo-Aleman und wurde von Juan, dem Bergsteiger den ich im Park El Cocuy kennenlernte, zum Klettern nach Suesca eingeladen. Das erste Mal an einer 80 Meter Steilwand, aufregend. Ich hatte aber volles Vertrauen in Antoine, Schweizer, Geologe und Bergführer mit 40 Jahren Klettererfahrung, der uns sicherte.

Aber zurück nach Bogotá: Zum Schluss war ich latent genervt. Das schlechte Frühstück, den miesen Pulverkaffee im Hostel, die netten Mädels, die dort arbeiteten, aber 80 % ihrer Arbeitszeit am Telefon oder mit Facebook verbringen. Weiterlesen