Ich will raus! (aus Cali)

Streik und Unruhen in Kolumbien, Whirlpool statt Salsa

In Kolumbien wird seit knapp zwei Wochen landesweit gestreikt. Viele Fernstraßen und somit wichtige Versorgungswege sind blockiert, manche Lebensmittel sind bis zu 100 % teurer geworden oder in einigen Landesteilen gar nicht mehr zu bekommen. Ein Grund für den Streik sind gestiegene Kosten für die Bauern und gleichzeitiger verstärkter Wettbewerb durch mehrere Freihandelsabkommen. (z.B. mit USA und Europa)

Anscheinend werden Bauern in Kolumbien gezwungen nur noch zertifiziertes Saatgut zu benutzen z.B. genverändertes Weiterlesen

Auf der Flucht

ABC-Alarm, Salsa Festival in Cali und Panne am Rad

Die World Games sind vorbei, das Salsa Festival auch. Ich habe zweimal mein Hostel gewechselt und bin nun bei Indre und Marcelino untergekommen, die in Cali leben.

Das erste Hostel verließ ich, weil es auch etwas siffig war, den Rest haben mir die Schuhe eines anderen Reisenden gegeben. Das war echt krass. Sie haben dermaßen gestunken, dass du schon fünf Meter vor der Dorm-Tür fast umgekippt bist. Ich hatte zwar mein Bett direkt am Fenster, aber der Raum hatte, obwohl ich die Schuhe auf die Terrasse stellte, immer noch gestunken wie die Pest. So extrem habe ich das noch nicht erlebt. Nur in Cartagena teilte ich das Dorm mit einem kettenrauchenden Franzosen, der auch ziemlich verseuchte Schuhe trug und leider auch zum Schlafen auszog. (Hier konnte ich in die andere Ecke des Dorms flüchten) Weiterlesen

Fotos gehen wieder

Kurzmitteilung

Heute hat es viel geregnet in Cali. Ich wollte mir eigentlich den letzten Tag des Salsa Festivals ansehen. Wegen dem Wetter ist mir die Lust vergangen und ich habe den halben Tag damit verbracht die Galerien wieder in Odnung zu bringen. (Da Nextgen Gallery ihr Plugin trotz Update nicht in den Griff zu bekommen scheint, war die einzige Möglichkeit die letzte funktionierende Version zu installieren- und siehe da es geht wieder)  :-)

Cali – Stadt des Salsa und die heißen…

… neuen Rahmentaschen von Revelate Design.

Von Salento bis Cali mit neuer Ausrüstung, netten und schrägen Begegnungen

Ich habe es in Salento nicht mehr ausgehalten und musste weiterfahren ohne den versprochen Bericht und die Bilder von Galapagos zu veröffentlichen. Im Plantation House, wo sie netterweise meine Sachen die ganze Zeit aufbewahrt haben habe ich mich nicht sehr wohlgefühlt, bin aber aus Loyalität dort geblieben. Das lag zum einen daran, dass dort ein hoher Durchlauf an Travellern war. Ein ständiges Kommen und Gehen. Das ist der Nachteil von Hostels die im Lonely Planet Reiseführer stehen. In einer Nacht feierte eine 10-köpfige Gruppe direkt neben unserem Dorm einen lautstarken Spieleabend mit Alkohol bis tief in die Nacht. Mir ist dann irgendwann der Kragen geplatzt und ich habe dem Gelage ein Ende gesetzt. Zusätzlich hatte ich in den letzten Tagen noch zwei extreme Schnarchnasen als Zimmergenossen und ich dummerweise meine Ohrstöpsel verloren. Dann war das Hostel auch schon etwas in die Jahre gekommen und teilweise etwas ungepflegt.

Nichts wie weg hier war mein Gedanke.

Vor der Abreise musste mal wieder alle meine Klamotten waschen, die so lange gelagert waren. Sie hatten einen unangenehmen Kellergeruch und Schimmelsporen. Mein Fahrrad, die Radschuhe, Helm und alle Taschen habe ich auch gereinigt, alles war ziemlich verdreckt.

Die neuen Taschen von Revelate Design

bis-Buga

Die neuen Revelate Taschen (schwarz)

Bei Axel mit dem ich ab Bogotá ein Stück gefahren bin sah ich die Taschen zuerst und mein Gedanke war nur: „Die will ich auch haben.“ Weiterlesen

3 Jahre / años / years

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Hier kommt der obligatorische Jubiläumsartikel.

Vor drei Jahren bin ich in Anchorage gestartet. Gedacht habe ich, dass ich in 18-20 Monaten wieder zu Hause bin. Ich weiß noch genau, als ich im Yukon an der Grenze zu British Columbia Casey, einen Radfahrer aus Oregon, traf der drei Jahre unterwegs war. Damals noch nicht lange unterwegs, konnte ich mir gar nicht vorstellen so lange unterwegs zu sein, fand ich irgendwie schräg. Nun bin ich selbst seit drei Jahren unterwegs, das Nomadenleben ist für mich Alltag geworden.

Vor zwei Jahren fuhr ich mit Nathan (velofreedom) durch Mexico. (Er ist übrigens verschollen bzw. hat vorübergehend/dauerhaft in Panama aufgehört zu radeln?) Damals hatte ich meine Brille im Restaurant liegenlassen und wir wurden von einem lokalen Fernsehsender interviewt.

Letztes Jahr war ich in Kolumbien und habe in Cartagena das 2-jährige im „Ciudad Movil“ gefeiert.

Seit drei Tagen bin ich zurück in Kolumbien und heute wieder im schönen Salento im Herzen der Kaffeezone. Weiterlesen

Zurück nach Kolumbien

Kurzmitteilung

Es ist einiges passiert, Ich habe ein Visum für Ecuador bekommen, eine Antwort von Meilenweit, ein Bewerbungsgespräch in Quito und Galapagos hinter mir…. Morgen fahre ich von Quito aus zurück nach Salento zu meinem Rad und dann verlasse ich Salento nicht ohne den Galapagos Artikel und die Bilder hochgeladen zu haben. Und das alles wird auch noch etwas erläutert.

Viele Grüße vom Casa Helbling, dem besten Hostel seit langer Zeit

Ein falsches Ersatzteil – am Rande der Verzweiflung

Bevor Sylvie und Sara mich besuchen kamen brachte ich einen Bestellmarathon hinter mich. Neben einem Wiedersehen war das auch eine Chance an gute Fahrradteile zu kommen. Viele Teile sind in Lateinamerika überhaupt nicht zu bekommen.

Eines der wichtigsten Teile die sie für mich dabei hatte, war eine stabile neue Felge samt Nabe und Speichen für ein neues Hinterrad. Felgen sind Verschleißartikel und geben je nach Qualität, Einspeichung, Laufleistung, Pflege und Gewicht des Rades samt Fahrer irgendwann früher oder später den Geist auf.

Ich hatte also eine Ryde (Rigida) Andra 30 Felge in schwarz mit 36 Loch * (dachte ich – siehe unten) und 26 Zoll bei einem auf Radreisen spezialisierten Laden (Meilenweit in Berlin) im Internet bestellt. Das ist meistens stressfrei, schnell und zuverlässig. Weiterlesen

Zurück in Quito

Kurzmitteilung

habe mich wieder ganz gut von einer lästigen Grippe erholt und an die Höhe und das Klima von Quito gewöhnt.(2. höchste Hauptstadt der Welt)  Muss noch ein paar der 1400 Fotos von Galapagos auswählen und dann gibts endlich wieder was neues….

Two new kids on the blog

Ein Gastbeitrag von Sylvie und Sara (unzensiert!!!)

Nach zwei eindrucksvollen Tagen in Bogota sind wir pünktlich in Quito gelandet. Im Gepäck bestes „Western – Fahrradequipment, dass Jens und noch zwei weitere Radler vor unserer Abreise fleißig bestellt hatten. Danke an Sylvies Nachbarn, die in einer Woche sieben Päckchen entgegen genommen hatten. Die Freude war groß, uns nach so langer Zeit wiederzusehen.

Zunächst gingen wir davon aus, dass Jens uns in ein Hostal nach Quito bringen würde, aber Jens quartierte uns überraschenderweise in ein Zimmer im Casa de Ciclista in Tumbaco, einem Vorort von Quito ein. Das Casa de Ciclista gehört Santiago und seiner Frau. Weiterlesen